Konzept

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Heute stehen uns unzählige, konkrete Möglichkeiten zur Verfügung, Treibhausgase zu vermeiden. Leider stehen wir uns selbst im Weg. Wir bekommen die Tür, die in eine Zukunft ohne Zerstörung der Lebensgrundlagen führt, nicht auf. Kunst und Kultur können ein Schlüssel sein, um auf die Veränderung von Einstellungen und Verhalten einzuwirken. Denn Kunst funktioniert anders als das reine Vermitteln von Wissen. Sie spricht Menschen nicht nur über Argumente, sondern auch über Gefühle und persönliche Erfahrungen an. Dadurch kann sie Themen auf eine Weise zugänglich machen, die rein sachliche Informationen allein oft nicht erreichen.

Als Künstler:innen-Duo, das in der Binz gearbeitet und gelebt hat, und sich seit mehr als 20 Jahren mit Energie- und Klimafragen beschäftigt, möchten wir im Rahmen des Pilotprojekts Netto-Null mit der Kunstklimahalle diese verschlossene Tür für das Quartier, die Stadt Zürich und darüber hinaus, einen Spalt weit öffnen. Dabei werden wir von zahlreichen Künstler:innen und Kurator:innen unterstützt, die sich alle auf sehr unterschiedliche Art und Weise mit den Folgen des Klimawandels beschäftigen.

Wir nutzen die bauliche Struktur der Kunstklimahalle als Experimentierfläche. Im September 2026 erfanden 42 Architekturstudierende vom ETH-Entwurfslehrstuhl Studio Maria Conen die Kunstklimahalle in einem Workshop radikal neu. Diese frischen Ansätze führten bei der Überarbeitung der „Halle” zu einer mobilen Plattform. Die zehn veloanhängertauglichen Elemente lassen sich einfach von Hand oder mit dem Velo an unterschiedliche Orte im Quartier transportieren. Zwischenräume erlauben den Einbau von Wänden und Stützen. So kann jede Ausstellung in der erforderlichen Form und den Bedürfnissen entsprechend umgesetzt werden.

Mobile Kunstplattformen waren von Beginn an ein Thema in der Zusammenarbeit von Christina Hemauer und Roman Keller. Zwischen 2002 und 2004 entstanden in der Binz unter dem Titel Let Us Share The Concept of Human Powered Art Platforms eine Reihe von Kunstanlässen, die an den unterschiedlichsten Orten in der Stadt Zürich realisiert wurden.

Auch bei dem Projekt Globalising the Internationale steht eine mobile Bühne im Zentrum. Auf ihr wird die  Postpetrolistische Internationale gesungen, ein vierstimmiges Chorwerk, dass sie mit dem Musiker und Komponisten Mathias Vetter entwickelten.